Wyvern – Das Streben des Jägers

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Der unehrenhafte Tod Jergan van Cohens liegt lange zurück. Sein Zögern, einen Blutreiter zu töten, wurde ihm im Kampf gegen dessen Wyvern zum Verhängnis.
Tarik verschreibt sein Leben dem Ziel, den Namen seines Vaters reinzuwaschen.

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Beschreibung

»Du hast sicherlich schon von den Reitern gehört?«
»Gerüchte, ja. Blutreiter vom Roten Gebirge. Menschen, die ihre Seelen der Wilden Jagd verkauft haben, derer sie nun dienen. Schauermärchen.«
»Ganz und gar nicht. Wie so oft versteckt sich die Wahrheit in einer Hülle aus Hirngespinsten und Legenden.«

Der unehrenhafte Tod Jergan van Cohens liegt lange zurück. Sein Zögern, einen Blutreiter zu töten, wurde ihm im Kampf gegen dessen Wyvern zum Verhängnis.
Tarik verschreibt sein Leben dem Ziel, den Namen seines Vaters reinzuwaschen. Als Jäger will er sich und seinen zehnjährigen Bruder Quirin aus den Armenvierteln Canthars herausbringen – doch obwohl er zu den besten Schülern der Akademie gehört, will ihm die Kommission die Zulassung zur letzten Prüfung erneut verweigern.
Sein Mentor Khaled setzt sich für ihn ein, doch da verstößt Quirin gegen eines der strengsten Gesetze der Stadt. Er versteckt das Ei eines Wyvern in einer Grotte.
Und die geflügelte Echse schlüpft.

 

Über Veronika Serwotka

Zusätzliche Information

ISBN

978-3-946172-95-6

Sprache

Deutsch

Seiten

320

Erscheinungsdatum

15.05.2017

1 Bewertung für Wyvern – Das Streben des Jägers

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Aleshanee, Weltenwanderer

    Gleich zu Beginn wird das Schema der Cantharischen Jagd vorgestellt – der Jagd auf die Wyvern: drachenähnlichen, Säure spuckenden Geschöpfen, die von mehreren Jägern in einem Verbund mit verschiedenen Aufgaben gefangen und zur Strecke gebracht werden.

    Perfekt für den Einstieg, denn man erlebt sofort eine Jagd auf eines der mächtigen Tiere, die in Lyth ´Ayrin schon seit Generationen als böswillige Kreaturen verschrieen sind. Allerdings lebt das Land auch von der Verarbeitung der Schuppen, der Knochen und dem Fleisch dieser Tiere – und es geistern auch alte Überlieferungen in den Köpfen der Menschen, die ein friedliches Zusammenleben unmöglich machen.

    Das ist einer der wichtigen Hintergründe, die die Autorin in ihre Geschichte mit einbaut: Das ein festgefahrenes Verhaltensmuster, das seit Generationen weiterlebt, kaum eine Chance hat, durch neue Erfahrungen verändert und andere Methoden abgelöst zu werden. Ich denke, das kann man auf vielen Ebenen anwenden und die Menschen auf die ein oder andere Art dazu bewegen, neue Wege zu sehen und umdenken zu können.
    Die zweite Botschaft ist mir auch sehr zu Herzen gegangen: das Mitfühlen mit Tieren, wilden Tieren, die auch nur um ihr Überleben kämpfen und die so oft dem Missverständnis, der Habgier und dem projizierten Hass von Menschen gegenüberstehen. Gerade hier hat die Autorin einen großartigen Spagat geschafft, beide Seiten zu zeigen und warum manche Verhaltensweisen wie ein Stein ins Rollen kommen, der kaum mehr aufzuhalten ist.

    Im Mittelpunkt stehen die Brüder Tarik und Quirin. Ihre Familie verbindet außergewöhnliche Ereignisse mit der Wyvernjagd in der Vergangenheit, die es dem 20jährigen Tarik allerdings erheblich erschweren, in die Jägergilde aufgenommen zu werden. Tarik scheint mir sehr gefangen genommen von dem gesellschaftlichen Druck, der auf ihm lastet und da er seit Jahren seine Gefühle unterdrückt und nur irgendwie versucht, sein Leben für sich und seinen 10jährigen Bruder Quirin auf die Reihe zu bekommen, hat er den Blick verloren auf das, was er tatsächlich empfindet. Allerdings alles nachvollziehbar, denn er hatte es wahrlich nicht leicht.
    Unterstüzung bekommt er von seinem Mentor Khaled, der vom Hass auf die Wyvern zerfressen ist und der seinem Schützling endlich zu den verdienten Prüfungen zulassen möchte.

    Quirin war mir ganz besonders sympathisch. In seiner teils noch kindlichen, aber durchaus auch erwachsenen Art zu Denken sieht er die Dinge, wie sie tatsächlich sind und scheut sich nicht, alles aufs Spiel zu setzen, um den für ihn „richtigen“ Weg zu gehen.
    Ebenfalls eine sehr warmherzige Person die ich sehr ins Herz geschlossen habe ist Fahjet. Als Tochter des Bürgermeisters hat sie viele Pflichten, die sie lernen muss – was sie nicht nur mit Verstand, sondern auch mit viel Mitgefühl zu bewerkstelligen weiß.

    Aber es gibt noch einige Figuren mehr, vor allem auch zwei Barden, die hier eher noch eine untergeordnete Rolle spielen, später aber sicher noch wichtig werden. Die Abschnitte der beiden hat mich unvorbereitet getroffen und ich fand es zuerst etwas „deplaziert“. Ich weiß auch nicht, wie ich es anders nennen soll – es fühlte sich komplett aus dem Zusammenhang gerissen an, wobei ihr Schicksal auch noch interessant zu werden scheint.

    Die Autorin baut die Geschichte um die beiden Brüder herum auf und während man ihre Entwicklung verfolgt, wird die Welt, das Leben und die Legenden erklärt. Man lernt die verschiedenen Figuren näher kennen, auch indem die Perspektiven immer wieder wechseln, aber auch die Natur, die in diesem fremden Land eine besondere Flora und Fauna zu bieten hat. Obwohl es ein eher ruhiges Erzähltempo ist, war ich ganz gefesselt von dem anschaulichen Schreibstil, mit dem alles wunderschön beschrieben und erzählt wird. Gerade im letzten Drittel zieht die Spannung immer mehr an und obwohl ich einige Vermutungen hatte, was passieren könnte, wurde ich doch immer wieder überrascht.

    Das Ende weckt jedenfalls meine Neugier wie es weitergehen wird und ich freu mich schon auf die Fortsetzung!

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