Mundus Perditus

12,90 

Bewertet mit 4.75 von 5, basierend auf 4 Kundenbewertungen
(4 Kundenrezensionen)

In der Innenstadt von New Rise City taucht aus dem Nichts ein mysteriöser Wald auf, der alles Leben vernichtet. Die Polizistin Vernita wagt sich am Einsatzort entgegen der Vorschrift in das unheimliche Dickicht, denn etwas darin scheint sie anzulocken. Plötzlich steht sie einem Mädchen mit rotem Umhang gegenüber, das sich als Rotkäppchen ausgibt. Bevor Vernita verstehen kann, was vor sich geht, wird sie angegriffen und erwacht erst drei Tage später wieder im Krankenhaus.
New Rise City hat sich in der Zwischenzeit in einen leibhaftigen Albtraum verwandelt. Menschen sterben auf grausame und brutale Weise, unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, die alle in Verbindung mit Märchenfiguren stehen. In diesem Chaos trifft sie auf Ruiz, einen Wächter aus der vergessenen Welt, und erfährt schließlich Unglaubliches – Dämonen existieren wirklich und Vernita ist die Einzige, die sie aufhalten kann.

 

 

 

Verfügbar ab 07. September 2018

Kategorie: SKU: fantasy060 Tags:

Beschreibung

In der Innenstadt von New Rise City taucht aus dem Nichts ein mysteriöser Wald auf, der alles Leben vernichtet. Die Polizistin Vernita wagt sich am Einsatzort entgegen der Vorschrift in das unheimliche Dickicht, denn etwas darin scheint sie anzulocken. Plötzlich steht sie einem Mädchen mit rotem Umhang gegenüber, das sich als Rotkäppchen ausgibt. Bevor Vernita verstehen kann, was vor sich geht, wird sie angegriffen und erwacht erst drei Tage später wieder im Krankenhaus.
New Rise City hat sich in der Zwischenzeit in einen leibhaftigen Albtraum verwandelt. Menschen sterben auf grausame und brutale Weise, unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, die alle in Verbindung mit Märchenfiguren stehen. In diesem Chaos trifft sie auf Ruiz, einen Wächter aus der vergessenen Welt, und erfährt schließlich Unglaubliches – Dämonen existieren wirklich und Vernita ist die Einzige, die sie aufhalten kann.

Zusätzliche Information

ISBN

978-3-96173-008-7

Sprache

Deutsch

Seiten

ca. 350

Erscheinungsdatum

07.09.18

4 Bewertungen für Mundus Perditus

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Viktoria

    Wenn der Wächter endlich aufhörte, ein erschrockenes Gesicht zu machen und seinen ansehnlichen Hintern zu ihr bewegen würde, könnten sie dem Miststück in den Arsch treten und Jares endlich befreien. – Zitat aus dem Buch, Kapitel 21, Pos. 3018

    Meine Meinung zum Cover:
    Ich wurde auf dieses Buch durch das Cover aufmerksam, welches ich durch das Durchscrollen meiner Timeline auf Facebook sah. Es zog meinen Blick auf sich. Die kräftigen Farben passen zu den perfekt in Szene gesetzten Motiven. Die gelbe Schrift sticht ebenfalls hervor. Zusammen ergibt das alles ein tolles Gesamtbild.

    Meine Zusammenfassung des Inhaltes:
    Vernita ist eine junge und aufstrebende Polizistin. Gemeinsam mit ihrem Partner gehört sie zu den Besten. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge: Ein Wald taucht aus dem Nichts auf und verschluckt ein ganzes Stadtviertel. Die Bewohner sind spurlos verschwunden und der Wald kaum durchdringbar. Nach einem Versuch ins Innere vorzustoßen, wird sie angegriffen und erwacht im Krankenhaus. Während sie bewusstlos war brach das Grauen über New Rise City herein. Grausame Morde geschehen und die Menschen fliehen in großer Angst. Überlebende der Angriffe sprechen von einem Mädchen im roten Umhang. Können Märchen ein Teil dieses Waldes sein? Wenig später trifft Vernita auf den Wächter Ruiz. Er klärt sie über ihr wahres Erbe auf und behauptet nur sie kann die Stadt retten. Vernita hält ihn für verrückt, doch dann wird sie brutal mit der Wahrheit konfrontiert.

    Meine Meinung zum Inhalt:
    Der Klappentext machte mich auf den Inhalt dieses Buches neugierig. Eine Märchenadaption mit Dämonen und einer tödlichen Gefahr? Ich war sofort begeistert von dieser Idee und stürzte mich in die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend. Gekonnt führte sie mich immer tiefer in die Geschichte hinein und ließ mich nicht mehr entkommen.

    Die Geschichte beginnt noch relativ ruhig und zwar mit einem Kapitel über die Hüter und dem Auslöser des Grauens, danach lernte ich Vernita kennen. Die Geschichte nimmt ab diesen Zeitpunkt einen schnellen Verlauf und fesselte meine gesamte Aufmerksamkeit. Wenn ich nicht lesen konnte, verfolgte mich die Geschichte in Gedanken, weil ich überlegte welche Gegner Vernita noch besiegen muss, um die Stadt zu retten. Ich bangte mit ihr um ihren Partner und fieberte den nächsten Ereignissen entgegen.

    Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich Vernita mag. Sie wirkte ein wenig hochnäsig und überheblich, doch der Schein trog. Je mehr die Geschichte voranschritt, umso besser lernte ich sie kennen. Dabei merkte ich, dass dies eher ein Schutzmechanismus war. Trotz allem ist sie extrem selbstsicher (ab und an auch sehr impulsiv), ihre Gedanken haben des Öfteren einen Humor, der mich schmunzeln ließ. Ihre Kräfte/die Magie kann sie sehr schnell kontrollieren, obwohl alles neu ist. Der Grund dafür wird in der Geschichte genannt. Diesen Aspekt fand ich total interessant und hätte gern mehr über die Hintergründe dazu erfahren. Den inneren Kampf von Vernita hat die Autorin sehr eindrucksvoll beschrieben. Zusätzlich dazu haben mich Vernitas Kräfte und die Art wie diese sich äußern extrem fasziniert. Ich bewunderte am Ende Vernitas Wille, weiterzumachen und nicht aufzugeben!

    Den Wächter Ruiz schloss ich hingegen sofort ins Herz. Seine Art hat etwas Einnehmendes an sich. Seine „altertümliche“ Sprechweise war geheimnisvoll, aber auch süß. Ein kleines Highlight war Ruiz kleiner Begleiter, aufgrund einer Spoilergefahr kann ich nicht näher auf ihn eingehen. Der kleine Kerl lockerte so manche düstere Situation auf und ließ mich manchmal lächeln bzw. laut auflachen. Ich hatte bereits Vermutungen über ihn, allerdings wurden diese später übertroffen. Das Einzige, was mir nicht ein wenig zu abrupt aufkamen, waren die Liebesgefühle. Irgendwie fehlte mir da etwas.

    Das Kombinieren der Märchen mit den Dämonen, ist der Autorin wunderbar gelungen! Sie hat eine stimmige Geschichte mit viel Nervenkitzel geschaffen. Die Abschnitte mit dem Bösen sind nicht für schwache Nerven! Sie sind wirklich abgrundtiefböse und manchmal sehr ekelhaft. Die zweite Hälfte der Geschichte las ich beinahe in einem Rutsch durch, ich konnte das Lesen kaum unterbrechen, weil es so spannend war. Die Kämpfe waren gewaltig und fesselnd. Das Finale grandios und atemberaubend. Meine Augen klebten an den Zeilen. Am Ende passierte leider genau das, was ich vermutet hatte. Es machte mich traurig, obwohl es einen Hoffnungsfunken gibt. Schade, dass die Geschichte als Einzelband geplant ist.

    Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass mich die gezeichneten Bilder beeindruckt haben. Immer wieder gab es Zeichnungen von den Personen bzw. Dämonen/Wesen. Das Können ist hier groß! Es freut mich, endlich mal Bilder auch in einem Ebook zu sehen, nicht nur in der Printausgabe.

    Mein Fazit:
    Carmen Gerstenberger hat mit ihrer Geschichte eine neue Art von Märchenadaption geschrieben. Sie schuf daraus eine völlig neue Geschichte, die meine Aufmerksamkeit komplett fesselte. Ich fieberte vom Anfang bis zum Ende mit, da die Spannung enorm war. Das Böse in dieser Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Es ist grausam, direkt und oft ekelhaft. Die Ereignisse passieren schnell aufeinander. Der Magieanteil wird immer höher und gewaltiger. Auch meine Faszination über Vernitas Kräfte wurde immer größer, ich hätte gerne mehr über die Hintergründe erfahren. Das Einbinden der Märchen ist der Autorin wunderbar gelungen. Ihre Art zu Schreiben hat mich vollkommen gefangen genommen und bescherte mich ein geniales Leseerlebnis.

    Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

    Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Natalie Hosang

    Rezension Mundus Perditus: Die vergessene Welt von Carmen Gerstenberger

    Inhaltsangabe:

    Nicht jedes Märchen sollte wahr werden …

    In der Innenstadt von New Rise City taucht aus dem Nichts ein mysteriöser Wald auf, der alles Leben vernichtet. Die Polizistin Vernita wagt sich am Einsatzort entgegen der Vorschrift in das unheimliche Dickicht, denn etwas darin scheint sie anzulocken. Plötzlich steht sie einem Mädchen mit rotem Umhang gegenüber, das sich als Rotkäppchen ausgibt. Bevor Vernita verstehen kann, was vor sich geht, wird sie angegriffen und erwacht erst drei Tage später wieder im Krankenhaus.
    New Rise City hat sich in der Zwischenzeit in einen leibhaftigen Albtraum verwandelt. Menschen sterben auf grausame und brutale Weise, unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, die alle in Verbindung mit Märchenfiguren stehen. In diesem Chaos trifft sie auf Ruiz, einen Wächter aus der vergessenen Welt, und erfährt schließlich Unglaubliches – Dämonen existieren wirklich und Vernita ist die Einzige, die sie aufhalten kann.

    Das Cover:

    Schon allein der Anblick des Covers hat mein Bücher Herz höher schlagen lassen. Die vielen kleinen Details, die Farben mit der passenden Schrift erzeugen etwas magisch und geheimnisvolles. Es ist wunderschön anzusehen und perfekt passend zum Inhalt gestaltet.

    Die Charaktere:

    In diesem Buch begleiten wir 4 Protagonisten deren Persönlichkeiten nicht unterschiedlicher sein könnten. Vernita war mir von Anfang an sehr sympathisch sodass ich mich in vielen Situationen nur allzu gut mit ihr identifizieren konnte. Ihr Mut und ihr Kämpferherz ließen mich allerdings ein ums andere mal staunen bedenke man die Welt in der sie sich befindet.

    Ruiz ist für mich jedoch der ganz große Held des Buches. Sein ganzes Wesen hat nicht nur mein Herz erwärmt, sondern alles an ihm schrie stetig „mehr von ihm“ zu mir.

    Jeder Charakter besitzt nicht nur Menschlichkeit sondern auch stärken und Schwächen die sie allesamt natürlich und real machen, Menschen wie du und ich. Obgleich sie aus Welten kommen die mit unserer nicht zu vergleichen ist, oder sich in solch einer zurechtfinden und bestehen müssen.

    Der Inhalt:

    Carmen Gerstenberger hat mit „Mundus Perditus“ eine Geschichte geschaffen deren zog mich gleich von Beginn an mit sich riss und in einem tiefen Bann gefangen nahm. Denn die Geschichte strotzt nur so vor Gefahren und unüberwindbarer Ereignisse. Das Tempo dabei ist stets enorm hoch, eine Verschnaufpause gönnt uns die Autorin nicht.

    Viele bekannte Märchen begegnen uns dabei, die nicht nur hervorragend in die Geschichte integriert wurden, sondern mit jedem Wechsel der Märchenwesen auch stets in purem Nervenkitzel enden. Das dadurch entfachte Gefühlschaos hielt mich bis zum bitteren Ende in seinen Fängen.

    Die Spannung explodiert regelrecht an unzähligen Stellen, die Faszination und das begeisterte staunen erreichen Ausmaße die nicht in Worte zu fassen sind. Dabei hat Carmen es zusätzlich noch geschafft ihre Welt so detailliert und Bildgewaltig darzustellen das man automatisch am Geschehen teilnimmt. Ich war in der Handlung, habe sie selbst mit Haut und Haaren erlebt.

    Diesem Buch nicht zu verfallen war für mich mit jeder weiteren Seite schier unmöglich. Ich musste einfach weiter lesen um dieses atemberaubende Abenteuer mit den Protagonisten Seite an Seite zu bestreiten.

    Mundus Perditus ist eine absolut stimmige und phantastische Geschichte deren Nachwirkungen noch lange von mir Besitz ergreifen werden. Und zum krönenden Abschluss bietet uns Carmen ein Finale das so unfassbar famos wie auch bombastisch ist. Es schlägt ein wie ein Asteroid. Und zurück bleibt Entsetzen, Trauer und unbändige Freude.

    Die Emotionen fahren Achterbahn.

    Der Schreibstil:

    Carmen hat eine flüssige, humorvolle und bildliche Art mit der sie mich stets mitgerissen und gefangen genommen hat. Dabei schafft sie locker leichte und witzig spritzige Dialoge, verbindet Gefühl mit einem ganzen Berg anderer Emotionen die allesamt Besitz von einem ergreifen, und erreicht eines mit Bravur: Dem Leser ein Highlight zu bieten an das er sich noch lange erinnern wird. Absolut perfekt und eine Meisterleistung im schriftstellerischen Bereich.

    Das Fazit:

    Mundus Perditus bietet von Anfang an alles was das Leser Herz begehrt. Spannung und actionreiche Szenen, eine Handlung die absolut mitfiebernd und süchtig machend ist, Protagonisten für jeden Geschmack und ein Film reifes mega Finale.

    Dieses Buch hat für mich definitiv den Status Highlight erreicht. Ein Buch das mein Herz berührt und meine Seele beansprucht hat.

    Ich vergebe daher volle 100 Prozent an andere Leser und spreche eine absolute Kauf und lese Empfehlung aus.

    Ihr müsst es lesen! Unbedingt!

    Ich bedanke mich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

  3. Bewertet mit 5 von 5

    Books-Beauty-and-Creativity

    “Wir sind zurück Hüterin, und die Arroganz deiner Art hat dafür gesorgt, dass wir keinen Feind mehr fürchten müssen.” Position 250

    Inhalt
    700 Jahre waren sie in ein magisches Märchenbuch gebannt, dazu verdammt, nie wieder Wirklichkeit werden zu dürfen. Über die Jahrhunderte hinweg gerieten sie in Vergessenheit. Nun sind sie wieder da. Haben es geschafft den Bann und den Schleier erneut zu durchbrechen. Schon einmal wüteten die Dämonen auf der Erde. Brachten Tod und Verderben über die Menschheit herein.
    Ein Mensch nach dem anderen segnet das zeitliche. Sie kommen und holen sie. Richten ihre Leichen grauenvoll zu, zerreißen sie regelrecht. Allen gemeinsam ist das fehlende Herz.
    Unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, die alle in Verbindung mit Märchenfiguren stehen.

    Meine Meinung
    Ein richtig gutes Buch! Soo schön düster und hach, lest es einfach. Ich habe abends damit begonnen und habe es mir mitten in der Nacht, als ich nicht mehr schlafen konnte, direkt wieder geschnappt. Am nächsten Tag war ich dann durch. Ich denke diese Tatsache spricht für sich 😀

    Cover:
    Ich finde es super ansprechend. Ich hatte es in meiner Timeline bei Facebook gesehen und daraufhin den Klappentext gelesen und dachte mir: Oh, das klingt echt gut!

    Charaktere

    Vernita Reign
    Vernita- kurz Ver ist 25 Jahre alt, 1,59m groß, rothaarig und Polizistin. Ihr Partner heißt Jares. Sie hat schon als Kind mit schweren Migräneanfällen kämpfen müssen, die zu ihrem Leidwesen bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht verschwunden sind. Seit 2 Wochen überfallen sie die Attacken nun häufiger. Zusätzlich plagen sie Albträume. Sie hat keine Familie mehr. Ihre Eltern starben bei einem Autounfall als sie 16 Jahre alt war.Daraufhin lebte sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr im Heim. Sie verbringt ihre Freizeit überwiegend im Fitnessstudio oder ihrem Kampfsporttrainer. Sie ist eine/die Hüterin.

    Ruiz
    Ruiz hat dunkle lange Haare und ist bestimmt fast 2 Meter groß. Seine Augen bestehen aus vier Farben (Purpurn, grün, blau und gelb). Er ist ein Wächter.

    Die Handlung
    Die Handlung ist durchweg rasant. Es gibt nur wenige Ruhepausen. Der eine Dämon ist noch nicht besiegt, da taucht direkt schon der nächste auf. Überall Zerstörung, Verwüstung und Tod. Überall grauenvoll zugerichtete Leichen. Die Autorin hat eine extrem düstere Welt erschaffen und gekonnt einige Märchenelemente eingefügt.

    Der Schreibstil
    Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, düster und bildhaft. Auch mochte ich den Humor im Buch. Gerade Marno hat es mir angetan und mich oft schmunzeln lassen. Aber auch die kleineren Schlagabtäusche zwischen dem Gangster und dem Polizisten haben mir gut gefallen.

    Fazit
    Absolut empfehlenswert! Es sei denn ihr mögt es nicht düster. Dann lasst lieber die Finger von diesem Buch.
    Carmen Gerstenberger hat eine wunderbare Mischung aus düsterer Fantasy und Märchenelementen geschaffen. Sie überzeugt durch einen bildhaften Schreibstil, Humor und ganz viel Action.

  4. Bewertet mit 4 von 5

    Kerstins Bücherecke

    Wenn man auf eine kurzweilige Märchenadaption der dunkleren Art steht und ein wenig augenzwinkerndem Humor, dann wird man hier fündig. Denn der Fantasyroman erfüllt recht gut alle Klischees.

    Da ist die Heldin wider Willen – Vernita. Eigentlich führt sein ein bis dato normales Polizistinnenleben und plötzlich findet sie sich in der Rolle der Hüterin wieder. Natürlich hat sie von Nichts eine Ahnung, immerhin ist sie die Letzte des ganzen Hütergeschlecht auf dieser Erde und ihre Eltern verunglückten, bevor sie die junge Frau über ihr Erbe aufklären konnten.
    Aber wie immer stellt einem das Schicksal einen (in diesem Fall zwei) Helfer zur Seite. Ruiz und sein ’süßer‘ Begleiter Marno stammen selber aus einer dämonischen Welt. Ruiz ist der Wächter, also positive Unterstützer an Vernitas Seite und Marno – das verrate ich nicht, das muss man gelesen haben. Jedenfalls, Ruiz kann der jungen Heldin immer in allen Belangen weiter helfen – halt der tolle Typ an der Seite einer coolen Frau.
    Damit die ‚Heldenrunde‘ schön rund wird gibt es dann noch Jares und Alvarez. Erstgenannter ist der ‚ewig gute, aufrechte, geradlinige und treue‘ Bullenkollege (ich mag das Klischee) der sich in jeder Lebenslage um Vernita sorgt und zu ihr hält. Zweiterer ein kleiner Gängsterboss, der in die Ereignisse verwickelt wird, immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat und eben nicht so streng und geradlinig denkt (Liebhaber flotter Sprüche werden ihn mögen).

    Und dann sind da die Gegenspieler – Dämonen, die in früherer Zeit in Märchen eingeschlossen wurden und nun, da das Portal geöffnet wurde sich auf dieser Welt erneut breit machen möchten. Es bleibt selbstverständlich nicht nur beim Männermordenden Rotkäppchen. Doch lest lieber selber welche uns lieben Märchenfiguren in Wahrheit eine dämonische Seite haben. Da kann man Märchen mit anderen Augen sehen lernen oder um es mit Ruiz zu sagen:

    “Solche Sachen erzählen euch eure Eltern zum Einschlafen?”

    Was kann man dem ganzen nun entnehmen?
    Obwohl sich alles nach einem 100%igen klischeehaften Fantasy-Roman anhört, hat Carmen Gerstenberger einen wirklich kurzweiligen und unterhaltsamen Roman für nette Abende geschrieben. Ich finde das Spielen mit Klischees und Archetypen zulässig und eben auch gut gemacht. Die Dämonen kommen dabei ein wenig einseitig rüber, aber selbst da kommt bei genauerer Betrachtung wieder etwas vom Archetyp des ‚Bösen, dass immer die selben Fehler begeht‘ durch. Die Handlung ist in vielen Teilen vorhersehbar, trotzdem wollte ich jedesmal weiterlesen. Zudem muss ich gestehen, das Cover passt super zum Inhalt der Geschichte und die netten kleinen Zeichnungen zwischendurch tragen zum positiven Lesegefühl bei.

    Ich empfehle das Buch gerne weiter. Man sollte es ruhig einmal gelesen haben. Bei dem gut geschriebenen Ende des Buches bleibt es offen, ob es sich um einen Einzelroman handelt oder ob eventuell doch ein weiterer folgen könnte. Ich lasse mich überraschen.

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