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Wir wissen, dass unsere Leser gern mehr über Autoren erfahren möchten. Heute habt ihr Gelegenheit, Lena Knodt einen Tag lang zu begleiten. Lena ist Autorin der „Carim“-Reihe. Band 2 der Reihe ist gerade erschienen. Sie studiert Mathematik und Deutsch auf Lehramt für Gymnasien.

Lena Knodt

Heute bin ich zu Gast beim Blog des Eisermann-Verlags und will euch ein bisschen was zu meinem Alltag als Studentin und Autorin erzählen. Oft erreicht mich nämlich die Frage, wie ich Uni, Schreiben und Arbeiten (ja, irgendwo muss ja auch das Geld herkommen …) vereinbare und ich denke, das ist auch bei anderen Autoren ein weit verbreitetes Thema.

Wer sich ein bisschen mit Studieren auskennt und vielleicht selbst einmal die (unbequemen!) Hörsaal-Bänke gedrückt hat, weiß, dass nicht jeder Tag pünktlich um acht im Vorlesungssaal beginnt – die Stunden liegen irgendwann zwischen acht Uhr morgens und acht Uhr abends verteilt. Ich persönlich bin eher der Fan eines geregelten Tagesablaufs, deshalb habe ich meine Kurse – so gut es eben ging – eher auf den Morgen und den frühen Nachmittag gelegt.

Lena Knodt – Bücher

So sieht also mein typischer Tag aus: Um sieben stehe ich auf, schlecht gelaunt bis zum ersten Kaffee. Außer ich bin wieder in einer Lena-um-Himmels-Willen-du-musst-von-der-Kaffee-Sucht-runter-kommen-Phase. Dann gibt es nur grünen Tee.
Ich wohne in einem ziemlich modernen Wohnheim nahe des Campus in einer – jetzt kommt es – 12 Mann WG. Naja, eher 10 Mann und 2 Frauen inklusive mir. Was ziemlich stressig klingt ist eigentlich ganz cool und schlägt sich höchstens im Zustand der Küche nieder … 😀

Dann nach Duschen, Bad etc. geht es ab in die Uni. Von meinem Wohnheim sind es mit dem Rad nur 3-5 Minuten – ein Traum! Die folgenden Stunden bestehen dann aus Vorlesungen, Seminaren und Übungen, manche interessant, manche, naja … Wenn die Gedanken abschweifen oder das Thema langweilig ist, plotte ich auch mal gerne die nächste Geschichte auf meinem Blog … 😀

Nachmittags/abends komme ich dann zurück in mein Zimmer und die eigentliche Arbeit beginnt. Meistens korrigiere ich ein oder zwei Stunden für meinen Nebenjob bei einer Werbetexteagentur. Dann ist das Zeug für die Uni an der Reihe (die meiste Zeit Übungsblätter für Mathe …) und wenn die Sonne sich schon dem Horizont zuneigt (oder im Winter schon lange untergegangen ist) geht es ans Schreiben.

Lena Knodt - Arbeitsplatz

Lena Knodt – Arbeitsplatz

Dafür nutze ich das Programm Papyrus, das ich wahnsinnig liebe, vor allem, weil man tausende von kleinen Zetteln neben und in seinem Dokument platzieren kann – die brauche ich auch, schließlich bin ich eher die „Drauflos-Schreiberin“ als die, die jeden Satz genau überlegt. Während des Schreibens (oder Korrigierens) arbeite ich mit der Pomodoro-Methode, die ich nur empfehlen kann: 30 min Arbeiten ohne jegliche Ablenkung, 5 Minuten Pause. Das klappt bei mir echt super, in einer für mich sehr guten Phase bringe ich dann auch mal 800-1000 Wörter in der halben Stunde zu Papier. Sonst bewege ich mich bei 500-700.  Dann tippe ich, bis mir die Augen zufallen und gehe irgendwann ins Bett. Aber jeder Kreative kennt es vielleicht: Die besten Ideen kommen genau dann, wenn man sich gemütlich in seine Kissen eingekuschelt hat und bereit zum Einschlafen ist!

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