Bluthund

12,90 

4.67 von 5 basierend auf 3 Kundenbewertungen
(3 Kundenrezensionen)

Ein Herbstwald, ein blutroter Himmel und der Kampf des weißen und des schwarzen Hundes, der erst mit dem Tod des einen enden kann.

Beschreibung

»Eine Entscheidung, die nur den Tod hervorbringen wird.«

Sussex im Jahr 811: Die junge Cynuise soll dem Herrn von Hlew versprochen werden, doch am Tag ihrer Verlobung erfährt sie, dass ihr totgeglaubter Bruder Cuthwulf noch am Leben ist. Er braucht dringend ihre Hilfe, denn er hat einen dänischen Plünderer gefangen und seine Schwester spricht die Sprache der Nordmänner. Cynuise trifft eine folgenschwere Entscheidung und verlässt noch in der selben Nacht das Gut ihres Vaters, um sich auf den Weg zu Cuthwulf zu machen. Sie ahnt nicht, dass ihr Verlobter ihr bereits dicht auf den Fersen ist. Und er ist nicht der Einzige, der ein Interesse an Cynuise hat.

Zusätzliche Information

ISBN

978-3-946172-58-1

Sprache

Deutsch

Seiten

450

Erscheinungsdatum

10.11.2016

3 Bewertungen für Bluthund

  1. 5 von 5

    Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Es wurde mit fortschreitender Handlung immer spannender.
    Am Ende war es schwierig für mich, die Geschichte um Cynuise, Cuthwulf, Eirik und Falkoth, mit dem ich zugegeben erst mal warm werden musste überhaupt noch zu unterbrechen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.

    Die Schilderungen zu Personen und Orten empfand ich als gut umschrieben und die Autorin konnte mich in das Jahr 811 entführen. Ich wäre nur zu gern dabei gewesen!

    Für Leser historischer Romane und eingefleischte Wikingerfans wie mich absolut empfehlenswert.
    Der Epilog lässt auf mehr hoffen und in meinem Bücherregal würde sich ein weiterer historischer Roman mit ähnlich coolem Cover sicherlich gut machen 🙂

    Ganz klar 5 Sterne

  2. 5 von 5

    kurze Einblicke:

    Die Arbeit bereitete ihr viel Freude, aber in den vergangenen Wochen hatte sie wenig Zeit dafür gehabt und es plagte sie das schlechte gewissen – nur will sie von morgens bis abends damit beschäftigt war, ihre Aussteuer fertigzustellen! Ihren zukünftigen Ehemann Falktoh ap Gwyn, den Adlermann des Königs von Mercien und Herrn von Hlew hasst sie jetzt schon. Das war alles, was sie über ihn wusste, und im Grunde genommen reichte ihr das auch. Es war ein Wunder, das Cutha überhaupt jemanden gefunden hatte, der seine Tochter trotz ihres losen Mundwerkes heiraten wollte. Selbst schuld! dacht sie voller Genugtuung.
    1%

    „Ich werde euch töten, Junge, auch wenn ihr aus dem Schoß meiner Schwester gekrochen seid!“
    Er quetschte die Luftröhre fester zusammen, sodass die braunen Augen Hervorquollen und der Junge seine Hände berührte. Falkoth beugte sich näher zu ihm, lockerte seinen Griff um seine Kehle.
    „Sagt mir, hat sie auch Gefallen bereitet?“
    Cenwalch wich seinem Blick aus, aber sein Onkel packte seinen Kiefer, sodass er sich nicht abwenden konnte.
    „Los, sagt es mir! Hat es sich gut angefühlt, Euren Schwanz zwischen die weichen Schenkel zu schieben?“
    43%

    „Falkoth“, rief eine schrille Stimm und Eirik bemerkte eine Bewegung aus den Augenwinkeln, dann stürzte Cynuise auf die Lichtung. Fassungslos beobachtete er, wie der Mann vom Rücken seiner Stute sprang, die Arme öffnete und im nächsten Moment war sie sich an seine Brust. Sie barg ihr Gesicht in seinem Umhang und Eirik meinte, sie trotz des Lärms schluchzen zu hören. Der Däne war wie gelähmt. und musste voller Entsetzen mitansehen, wie der schwarzhaarige Hüne Cynuise Kopf in beide Hände nahm, sich weit hinunter beugt und sie küsste. Zorn und Eifersucht wallten in ihm auf – er spannte alle Muskeln in seinem Körper an, bis sie surrten.
    64%

    meine Meinung:

    Hier handelt es sich um einen historischen Roman, der seine Wurzeln nicht zwingend auf eine Liebesgeschichte legt – obwohl diese der eigentliche Ursprung von allem ist.

    Cynuise wird von ihrem Vater Cutha dem Aldermann Falkoth ap Gwen versprochen, den sie weder kennt noch bisher jemals zu Gesicht bekommen hat. Das alleine reicht schon aus, das sie darauf eigentlich keine wirklich Lust hat, den wer mag so jemand sein, der ungesehen jemanden heiraten möchte? Letztendlich denkt sie auch nicht im geringsten daran, sich dem Schicksal einfach so zu ergeben, auch wenn sie aufgrund ihres losen Mundwerks wohl sehr froh darüber sein kann, das jemand sich für sie interessiert.

    Und was wäre sie für eine keifende Ehefrau wenn sie sich dem Schicksal einfach so stellen würde?
    Sie plant ihre Flucht, wird entführt und letztendlich ist es ihr zukünftiger Ehemann der sie zu retten scheint.

    Sie verliebt sich in ihn und steht zu ihren Gefühlen. Sie steht mit ganzen Bewusstsein hinter ihrem Mann, seinen Gräueltaten und seinem Charakter – was für ihn völlig unverständlich ist. Den er ist ein grausamer Mensch, der seinem Namen als Bluthund völlig gerecht wird und dieser ihm auch weit vorauseilt.
    Umso interessanter, das gerade eine Frau ihn für sich gewinnen kann und den weichen Kern – zumindest etwas- herauskitzeln kann.

    Soviel zum eigentlichen was aber längst nicht alles ist und sich hier wirklich nur um einen sehr kurzen Auszug des Buches handelt.
    Den dieses Buch ist ab der ersten Seite voll von Geschichten die alle ihren Weg finden und letztendlich zu einer werden, die bis zur letzten Seite spannungsgeladen und sehr bildlich erzählt wird. Es gab keine Seite, keinen Absatz an dem es nur einen Hauch nach Langeweile schien.

    Nein, dieses Buch hat alles – aber garantiert keine Langeweile!
    Und das sage ich als Leser, der eigentlich mit historischem gar nichts am Hut hat. Aber ich musste mich hier entschieden belehren lassen von der Autorin die mir diesen Roman als einen tragischen, ereignisreichen, schmerzhaften und auch liebevollen historischen Roman näher gebracht hat.

    Die Charaktere sind sehr authentisch und ich mochte sie alle!
    Ich liebe Cynuise, ihre sanfte Art und ihr loses Mundwerk, das zwar gerne öfters mal gibt hätte spritzen können aber auch so ein sehr ergiebiges Ergebnis erzielt.
    Ich liebe Falkoth, der als Bluthund ein brutaler Rächer und Schlächter des Königs ist. Den auch seine Kindheit und Vergangenheit prägte und Cynuise es geschafft hat, das seine harte Schale hierr und da einen Riss erhalten hat.
    Ich liebe Eirik, den großen Hünen der aus Liebe handelt und tagtäglich seinen Schmerz mit sich tragen muss.

    Die Ausarbeitung der Autorin ist ernom!
    Jedes kleine Detail finden wir in einem historischen Hauch, die Namensgebungen – die Waffen und die Kampfausrüstungen – die Kräuter und Pflanzen und auch die begehren der Darsteller wurden hier wirklich in mühevoller kleinstarbeit in eine Vergangenheit gepackt, die rundum zufriedenstellend war.

    Dieses Gesamtpaket an Buch hat es geschafft mich zu fesseln, zu faszinieren und wirklich zu begeistern.

  3. 4 von 5

    „Warum schreit er nicht mehr? Ist er tot?“ – Zitat aus dem Buch

    Zum Cover:
    Die Gestaltung des Covers spiegelt den Inhalt des Buches sehr gut wieder. Die Motive wurden passend gefällt. Am besten gefallen mir die Farben, die zur Stimmung im Buch passen.

    Zum Inhalt:
    Cynuise, ein junges wohlhabendes Mädchen, soll den unheimlichen Herrn von Hlew heiraten. Sie selbst möchte das eigentlich überhaupt nicht. Dann erfährt sie, dass ihr Bruder ihre Hilfe benötigt und haut in einer Nacht und Nebel Aktion ab. Bei ihrem Bruder kommt sie allerdings nie an und wird entführt. Ihr zukünftiger Ehemann lässt nach ihr suchen. Schlussendlich wird sie zu ihm zurückgebracht. Ihre Erlebnisse sind allerdings noch lange nicht zu Ende und es kommt noch so einiges auf sie zu. Letztendlich geht es um Leben und Tod, um Opfer und Hingabe.

    Erstmal muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht war. Durch den Klappentext habe ich eigentlich eine völlig andere Geschichte erwartet. Das was der Klappentext beschreibt, kommt nur im ersten Drittel des Buches vor und weitaus weniger intensiv. Der Rest des Buches hat mit dem Klappentext nichts zu tun bzw. entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung.

    Die Autorin hat einen sehr intensiven und bildhaften Schreibstil. Sie beschreibt viel und lange. Mir wurde das zwischendurch zu viel und ich musste mich durch einige Kapitel quälen. Die Geschichte selbst entwickelt sich meiner Meinung nach auch sehr langsam. Es gibt einige Handlungen, die die Geschichte unnötig in die Länge zogen. Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, wie ich anfing quer zu lesen. Zwischendurch fehlte mir auch der rote Faden und ich verstand nicht wozu diese Dinge wichtig waren. Es wirkte als hätte man viele Ereignisse einfach hintereinander gereiht.

    Ich habe bereits historischen Romane gelesen und kenne das Grundsetting, hier konnte es mich allerdings nicht überzeugen.

    Erst im letzten Drittel wurde es spannender und die Geschichte nahm langsam Fahrt auf. Endlich konnte ich mitfiebern und das Lesen genießen. Viele Bausteine ergaben nun endlich einen Sinn und ich konnte das Puzzle zusammensetzen. Allerdings fehlten mir am Ende noch ein paar Teile.

    Die Kampfszenen wurden eindrucksvoll beschrieben, ebenso die Szenen in der Höhle. (Hier sage ich absichtlich nicht mehr, um nicht zu spoilern.) Das große Finale gefiel mir vom ganzen Buch am besten. Der Epilog verspricht eine Fortsetzung.

    Mit den Protagonisten hatte ich anfangs so meine Probleme. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen, da das Verhalten und die Gefühle der Personen sehr widersprüchlich waren. Nach einigen Kapiteln änderte sich dies, da die Figuren eine beachtliche Entwicklung durchmachen und sich stark verändern. Einzig die zum Teil ähnlichen Namen, haben mir das Lesen erschwert, da es mir nicht leicht viel, diese auseinander zu halten. Vor allem, wenn diese einige Kapitel nicht mehr vorkamen und erst später „zurück kehrten“.

    Man merkt beim Lesen auf jeden Fall, dass die Autorin viel Herz und Arbeit in ihre Geschichte gesteckt hat. Sie hat die Geschichte perfekt in die damalige Zeit zurück versetzt und hat gekonnt die wichtigen Punkte integriert. (Redensart, Tradition, Religion etc.)

    Mit der Vergabe der Sterne habe ich mir diesmal sehr schwer getan, eigentlich wollte ich 3,5 Sterne vergeben. Da die Geschichte noch unausgeschöpftes Potenzial hat und somit noch Luft nach oben ist, habe ich mich entschlossen auf 4 aufzurunden.

    Mein Fazit:
    Dies ist eine schöne Geschichte die gut in die Zeit damals integriert wurde. Für mich hatte sie aber leider einige sehr langatmige Kapitel, die mir das Lesen sehr erschwert haben. Für Liebhaber von historischen Romanen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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